In Männerdomäne: 18-Jährige will zweite Feuerwehrfrau für Brambauer werden

Diesen Zeitungsartikel vom 14.10.2020 aus der Ruhrnachrichten von Michael Blandowski möchten wir euch nicht vorenthalten.

Eine 18-Jährige will sich nach dem Abi zur Feuerwehrfrau ausbilden lassen. Im Brambauer Löschzug 5 hat sie ein prominentes Vorbild. Sie wäre erst die zweite Frau im Löschzug.

Wie der Vater, so die Tochter: Die 18-jährige Johanna Diekmann möchte einmal in die Fußstapfen ihres Vaters Jörg treten. Noch besucht sie die 13. Klasse der Gesamtschule – danach will sie in einer Männerdomäne Fuß fassen. Sie will zum Feuerwehrlöschzug 5 Brambauer gehören.

„Bereits als kleines Kind hat mich mein Vater Jörg mitgenommen zum Löschzug Brambauer. Auch mit dem Kindergarten Hibiduri waren wir vor Ort und haben uns die Brambauer Feuerwehrwache näher angeschaut. Seitdem habe ich mich für das Feuerwehrwesen interessiert und kann davon nicht mehr loslassen“, sagt Johanna Diekmann.

Technische Ausstattung hat es ihr angetan

Insbesondere die gute Teamarbeit, aber auch die großen Feuerwehrautos ausgestattet mit Löschgeräten, Pumpen, Leitern, ein sogenannter Sprungretter als Trampolin oder die technische Ausstattung haben es der Tochter von Brandinspektor Jörg Diekmann angetan. Der Vater ist nicht nur im Löschzug 5 aktiv, sondern arbeitet auch noch hauptberuflich für die Berufsfeuerwehr Dortmund.

„Ich habe in diesem Jahr sogar schon an zwei Einsätzen teilgenommen. Einmal während eines ABC-Einsatzes am 17. August in der Wethmarheide als Bereitstellungskraft für die Kameraden und ein paar Tage später bei einer Wohnungstüröffnung verbunden mit einer Personenrettung“, sagt die Feuerwehrfrauenanwärterin stolz.

Vier Lehrgänge warten in der Ausbildung

Ehe sich Johanna Diekmann jedoch mit den Titel „Feuerwehrfrau“ schmücken darf, muss sie noch den obligatorische Check und einen Lehrgang absolvieren. Vorausgesetzt, die Corona-Bestimmungen lassen es zu, startet der Feuerwehrlehrgang im Februar 2021. Vier Module „Grundrechte für Feuerwehreinsätze“, „Grundtätigkeiten für Feuerwehreinsätze“, „eine Gruppe im Löschangriff“ sowie „Technische Hilfe“ stehen bis Ende November 2021 auf dem Stundenplan. Zusätzlich muss Johanna Diekmann an jeweils zwei Wochenenden noch einen Atemschutz- sowie ein Funkerlehrgang mit einer Erfolgskontrolle absolvieren.

Johanna Diekmann vom Löschzug 5 Brambauer fühlt sich in ihrer Rolle als zukünftige Feuerwehrfrau durchaus wohl.
Johanna Diekmann vom Löschzug 5 Brambauer fühlt sich in ihrer Rolle als zukünftige Feuerwehrfrau durchaus wohl. © Foto: Michael Blandowski

„Ich bin zuversichtlich, dass Johanna die Lehrgangsanforderungen meistern wird und wir in der Männerdomäne Feuerwehr offiziell eine weitere Frau, neben Anne Herrmann, begrüßen können“, sagt Brambauers stellvertretender Löschzugführer Rüdiger Huld. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Johanna auch gut anpacken kann. Bisher ist sie für uns schon eine wertvolle Stütze.“

Abseits der freiwilligen Feuerwehrarbeit möchte Johanna Diekmann nach Abitur an der Waltroper Gesamtschule eine Ausbildung zur Mechatronikerin aufnehmen. Mit ihrem Hobby Step Aerobic hält sie sich fit.

Treppenlauf in Köln

Die Kameraden des Löschzuges Brambauer, Samed Duman (rechts) und Felix Reichmann (links) haben heute am Treppenlauf in Köln teilgenommen. Sie belegten den 45. Platz mit einer Zeit von 10:30 Minuten in der Feuerwehrwertung. In ihrer Altersklasse eroberte das Team damit den 2. Platz. Treppenlauf bedeutet harte Arbeit. 39 Etagen mit 714 Stufen und insgesamt 132 Höhenmeter mussten in kompletter Einsatzuniform und Atemschutzgerät erklommen werden.
Zur Vorbereitung dieser Spitzenleistung, wurde in den vergangenen Wochen immer auch wieder das Lüner Rathaus genutzt.
Coronabedingt konnten wir die Beiden leider nicht wie gewohnt in der Vorbereitungsphase und heute direkt vor Ort in Köln unterstützen. Allein aus diesem Grund ist das Erreichte von heute eine Spitzenleistung. Die Kameraden*innen in Brambauer, wurden vom Team Köln immer wieder auf den neusten Stand gebracht.
Wir gratulieren diesem Top Team recht herzlich!

Es gab einiges zu Feiern

Freitag gaben sich der Kamerad Patrick und seine Verlobte das Ja-Wort. Wie bei der Feuerwehr üblich, wurde das Brautpaar nach den Glückwünschen einmal in den 7. Himmel befördert.

Wir wünschen euch beiden alles Gute für die Zukunft.

Unser Kamerad Frank ist im letzten Monat 60 Jahre alt geworden. Der Löschzug gratulierte Frank nachträglich zum Geburtstag und überreichte Ihm ein kleines Geschenk. Leider war auch das nur im kleinen Rahmen möglich.

Löschzugführung erweitert

OBM Cedric Hökendorf (5. v.r), LdF Stephan Dörnbrack (7. v.r), BI Uwe Radmacher(8. v.l.)

Am letzen Freitag wurde das Führungsteam des Löschzuges Brambauer um ein Mitglied erweitert.


Rüdiger Huld (stellv. Löschzugführer und Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Lünen) und Uwe Radmacher (Löschzugführer), werden ab sofort von Cedric Hökendorf, als weiteren stellv. Löschzugführer, unterstützt. Dieser Schritt ist zukunftsorientiert, entlastet den Kameraden Huld, der als Sprecher weitere Aufgabenbereiche übernommen hat und verjüngt zugleich das Team der Löschzugführung.


Da in dieser schwierigen Zeit auch niemand absehen kann, wann wieder eine Jahresdienstbesprechung in vollem Umfang stattfinden wird, wurde
Uwe Radmacher an diesem Abend zum Brandinspektor befördert, nachdem er Anfang des Jahres den Zugführer Lehrgang, am Institut der Feuerwehr NRW, erfolgreich abgeschlossen hatte.

Stephan Dörnbrack, stellv. Leiter der Feuerwehr Lünen, überbrachte die Glückwünsche und nahm die Ernennung und die Beförderung vor.

Fazit Sturmtief Sabine

Da Brambauer recht verschont blieb, mussten die Kameraden vom Löschzug Brambauer lediglich zweimal ausrücken. Als erstes benötigten Bewohner der Straße „An der Wethmarheide“ unsere Hilfe. Ein Baum ist umgefallen. Das Problem dabei, der Baum lag quer über eine Straße. Außerdem ist der Baum in einem auf der anderen Straßenseite stehenden Bau gefallen und hat sich dort in einer Astgabel verfangen.


Nach dem Eintreffen der nachbestellten Drehleiter und einer kurzen Lagebesprechung wurde der Baum aus der Astgabel befreit und abgetragen. Nachdem der Baum zersägt war, konnte die Straße wieder freigegeben werden.

Nach einiger Zeit am Feuerwehrgerätehaus und einer Stärkung mussten wir erneut aktiv werden. Gegen 22:00 Uhr ist „Auf dem Kelm“ ein Baum vor einen Hauseingang und auf ein am Straßenrand stehenden PKW gefallen. 
Der Äste auf dem PKW wurden entfernt und es wurde der Hauseingang frei gesägt.

Um 0:00 Uhr wurde die Bereitschaft am Gerätehaus aufgelöst. Alle Kameraden konnten unversehrt nach Hause.

Aktualisierung Unwetter

Aktualisierung Sturmtief „Sabine“: Amtliche Unwetterwarnung rausgegeben vom Deutscher Wetterdienst für Lünen: Wir halten euch weiter auf dem Laufenden.

Unwetterwarnung für Lünen

Vorabinformation vom Deutscher Wetterdienst!

Wir beobachten die Lage weiter und sind für morgen gut Vorbereitet. Wir aktualisieren sobald es etwas neues gibt.

Volkstrauertag

Auch in diesem Jahr nahmen wir an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag teil. Trotz des Kälteeinbruchs war die Gedenkfeier gut besucht. Alle Teilnehmer folgen aufmerksam den Worten von Martin Fleischmann, Pfarrerin Friederike Scholz-Druba und Gerd Oldenburg. Frieden und Freundschaft sind nicht selbstverständlich, sondern erfordern ständig einen Dialog zwischen den Menschen. Krieg ist keine Lösung. Mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne wurde die Veranstaltung beendet.

Tag der offenen Tür

Am Samstag war es endlich so weit „Tag der offenen Tür“ beim Löschzug Brambauer.

Zu aller erst möchten wir Petrus, dem Wettergott danken. Denn trotz der schlechten Wetterprognose ist nicht ein Tropfen Regen gefallen. Ganz im Gegenteil, es zeigte sich zwischendurch immer wieder die Sonne von ihrer besten Seite.

Der Tag begann für uns schon am frühen Morgen, denn die letzten Aufbauarbeiten mussten erledigt werden.

Während der finalen Aufbauphase bekamen wir plötzlich und unerwartet Besuch von unserem Innenminister.
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Nach einer Führung durch das neue Gerätehaus, über das Veranstaltungsgelände und kurzen Gesprächen an den verschiedenen Stationen, musste Herr Reul nach seiner kurzen Stippvisite einen Anschlusstermin wahrnehmen. Wir haben uns sehr über den Besuch gefreut!

Der Tag der offenen Tür war ein voller Erfolg!

Die Bürgerinnen und Bürger nahmen das Angebot zahlreich an und warfen einen Blick hinter die Kulissen „Ihres“ neues Feuerwehrgerätehauses. Die Begeisterung über das gut gelungene und funktionale Gebäude war deutlich zu spüren.

Auch den Bürgermeister konnten wir als unseren Gast begrüßen. Bei einem Rundgang über das Veranstaltungsgelände führte der 1. Bürger der Stadt zahlreiche Gespräche mit den „Großen und Kleinen“ Gästen.

Besonderen Anklang fand auch Fahrzeugschau, mit dem Mix aus historischen und modernen Einsatzfahrzeugen. Hier konnten die Bürgerinnen und Bürge viele Informationen zu den Fahrzeugen erhalten. Als größtes Fahrzeug konnten die Besucher ein Flugfeldlöschfahrzeug bestaunen.

Die Verkehrswacht und die Kollegen der Polizei konnten mit den Aktionen „Junge Fahrer“ und „Sicherheit im Straßenverkehr“ viele Besucher, mit ihren zahlreichen Attraktionen, auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam machen.

Die Kleinen Gäste konnten ihre Ausbildung zum Löschmeister absolvieren.
Hüpfburg, Rollenbahn, Feuerlöschhaus, Vier Gewinnt, Kinderschminken und die erste Einsatzfahrt, in einem richtigen Feuerwehrauto, waren ein Dauerrenner.

Gegen 15 Uhr gab sich das Maskottchen des BVB, die Biene Emma, die Ehre und stattete uns einen kurzen Besuch ab. Kinder und Erwachsene konnten ein Autogramm und einen Schnappschuss ergattern. Kurzfristig half Emma auch bei der Feuerwehrmodenschau mit ihrer Dienstkleidung aus.

Auf der Aktionsfläche konnten unsere Besucher mal selber mit einem Feuerlöscher einen Brand bekämpfen. Das ist beim 1. Mal gar nicht so leicht, aber mit dem ein oder anderen Tipp hat es jeder geschafft.

Weiter machten wir auf die Gefahren in der Küche aufmerksam und führten einen Fettbrand vor. Dieser wurde einmal richtig und einmal falsch gelöscht, um damit die Gefährlichkeit einer Fettexplosion zu demonstrieren.

Die zwei Löschübungen, am alten Wachgebäude, wurden mit großen Augen der Kinder und mit interessierten Blicken von den Erwachsenen verfolgt. Gezeigt wurden Löschübungen zum Thema PKW Brand. Die Anfahrt erfolgte mit blauem Blinklicht und Martinshorn. Dann erfolgte das Aufbauen der Wasserversorgung, sowie die Brandbekämpfung unter Schwerem Atemschutz.
Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden die Einsatzkräfte von den Zuschauern mit einem großen Applaus belohnt.

Zum Abend hin haben wir den Tag, bei super Stimmung und vielen netten Gesprächen mit unseren Besuchern ausklingen lassen. Es wurde ausgiebig getanzt, gelacht und gefeiert.

Der Löschzug Brambauer bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, dass sie das Angebot, „Ihr“ Gerätehaus kennenzulernen, so zahlreich angenommen haben. Vielen Dank für das ausgesprochene positive Feedback und die überbrachten Geschenke!

Wir möchten uns bei den Kameradinnen und Kameraden des DRK, THW, dem Kameraden Willi Rotte für das historische Fahrzeug, dem Flughafen Dortmund, den Kolleginnen und Kollegen der Verkehrswacht, sowie den Kollegen der Polizei, unseren Lebenspartnern und allen Unterstützern im Hintergrund recht herzlich für die Mitwirkung bedanken. Sie/Ihr alle habt dazu beigetragen, dass der Tag der offenen Tür ein voller Erfolg war!

Hier noch einige Bilder: